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Rumänien: Premier tritt nach Präsidentenwahl-Debakel zurück

Rumänien: Premier tritt nach Präsidentenwahl-Debakel zurück

05.05.2025, 18:5505.05.2025, 18:55
Romanian Prime Minister Marcel Ciolacu speaks to media at the PSD headquarters, in Bucharest, Romania, Monday, May 5, 2025, the day after the governing coalition's candidate failed to advance to  ...
Rumäniens Ministerpräsident Marcel Ciolacu.Bild: keystone

Rumäniens Ministerpräsident Marcel Ciolacu hat seinen Rücktritt erklärt. Der Sozialdemokrat begründete seinen Schritt vor laufenden Fernsehkameras mit dem Scheitern des Regierungskandidaten Crin Antonescu in der ersten Runde der Präsidentenwahl vom Sonntag. Wer Ciolacus Nachfolger wird, war zunächst unklar. Die bürgerlich-sozialdemokratische Regierungskoalition ist damit faktisch zerbrochen. Jedoch bleiben die sozialdemokratischen Minister vorläufig im Amt.

Im Streit zwischen den Koalitionspartnern sei es darum gegangen, welchen Kandidaten die Regierung in der Endrunde der Präsidentenwahl unterstützt, hiess es in Medien. Die entscheidende Präsidenten-Stichwahl findet am 18. Mai statt.

Dabei wird in dem EU- und Nato-Land ein Rechtsruck befürchtet. In der ersten Runde kam der extrem rechte Politiker George Simion auf Platz eins mit 40,96 Prozent der Wählerstimmen, wie das Zentrale Wahlbüro nach Auszählung aller Stimmzettel mitteilte. Auf Platz zwei kam der parteilose, bürgerlich-liberale Bukarester Bürgermeister Nicusor Dan mit 20,99 Prozent. Der Regierungskandidat Antonescu kam mit 20,07 Prozent auf Platz drei und schied damit aus dem Rennen aus. In der Stichwahl treten Simion und Dan gegeneinander an. Letzterer kann nun nicht mehr auf Ciolacus Unterstützung zählen. (sda/dpa)

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Grenzschutzchef nennt Beamte «Opfer» des tödlichen Einsatzes in Minneapolis
Der Chef der US-Grenzschutzbehörde Border Patrol hat den tödlichen Schusswaffeneinsatz gegen den 37-jährigen Krankenpfleger Alex Pretti verteidigt. Der Mann war am Samstagmorgen in Minneapolis von Bundesbeamten erschossen worden. Videoaufnahmen des Vorfalls sorgen weltweit für Empörung.
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